

Freie Software ist keine Frage des Preises. „Frei“ bedeutet vielmehr „Freiheit“. Das heißt der Quell-Code der Software ist für jederman einsehbar und darf verändert werden. Ebenso sind Handbücher und Dokumentation frei zugänglich. Daher ist es möglich Betriebssystem und Software an die individuellen Bedürftnisse anzupassen. Dies schafft Flexibilität und Unabhängigkeit vom Softwarehersteller. Viele Geräte profitieren hiervon. So kommen bei DSL-Routern, Mobil- und Smartphones, NAS-Server und etlichen anderen Geräten Linux zum Einsatz.
Da beim Einsatz von OpenSource keine Lizenzkosten anfallen, amortisieren sich etwaige Umstiegskosten kurz- bis mittelfristig. Erscheint eine neue Version der bisherigen Software bietet sich ein Wechsel förmlich an. Meist ist bei der "Neuen" eine Schulung oder das Umlernen normal. Also warum nicht gleich zu OpenSource greifen. Viele Anwendungen unterscheiden sich von ihrer Handhabung kaum von ihrem kommerziellen Gegenstück. Meist sind sie auch in der Lage die Dateiformate der Kommerziellen zu lesen und zu schreiben. Dies hält die Kosten für eine Migration der Daten niedrig. Teuere Support-Verträge sind meist nicht notwendig. Fast alle Informationen und Antworten auf Fragen sind im Internet zu finden.
Freie Software ist nicht per se sicher. Aber die großen Entwicklergemeinden sind viel schneller in der Lage auf Schwachstellen und Fehler zu reagieren als träge Konzerne. Daher stehen für neu erkannte Sicherheitslücken zeitnah Aktuallisierungen zur Verfügung. Dies geschieht manchmal schon innerhalb weniger Stunden. Die Konzerne aber warten häufig bis diese Lücken offensichtlich für Angriffe genutzt werden. Desweiteren System-Updates, Patchday nicht vergessen, Anwendungsprogramme der unterschiedlichsten Hersteller auf Aktuallität prüfen und kein Sicherheitsupdate verpassen. Ein Windows aktuell und sicher zu halten ist die Aufgabe eines Profis. Die meisten Linux-Distributionen verfügen über einen automatischen Updatemechanismus. Zusammen mit der Paketverwaltung hält dieser Betriebssystem und alle zur Distribution gehörigen Programme auf dem neusten Stand. Viele Programme für Standardaufgaben wie CRM, ERP und andere sind als OpenSource verfügbar. Die entsprechenden Anwendungen sind meist als Paket für die eingesetzte Distribution erhältlich. In vielen Fällen werden diese sogar direkt von der Distribution vorgehalten. Desweiteren darf jeder die Quelltexte einsehen. Es ist somit transparent und nachvollziehbar was das Programm mit Ihren Daten macht. Desweitern sind somit auch ohne weiteres individuelle Anpassungen denkbar. Hierbei sind weder die Erlaubnis noch die Unterstützung durch den Hersteller notwendig.
Propriätäre Software schafft Abhängigkeiten. Versionswechsel kann für den Software-Produzent quasi eine Lizenz zum Geld drucken bedeuten. Vor allem wenn es sich hierbei um einen Monopolisten handelt. Dieser zwingt die Anwender, mangels alternative, zum Wechsel und Kauf der neuen Version. Dieses gilt natürlich auch wenn Alternativen vorhanden, aber beim Anwender nicht bekannt sind. Bei Linux beginnt die Flexibilität schon bei der Installation. Das System ist individuell anpassbar. Für anspruchlose Arbeiten ist prinzipiell auch leistungsschwache oder ältere Hardware ausreichend, aber leider mit den aktuellen, kommerziellen Betriebssystemen überfordert. Mit jeder neuen Version steigt auch die Anforderung an die Hardware. Linux beendet dieses "Hase - Igel" Spiel zwischen Hard- und Software.

